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Anlöten eines Anschlussdrahtes an UEBK-Kontaktstifte / -Kontaktleisten

Zweck und Geltungsbereich

Diese Anleitung beschreibt das korrekte manuelle Anlöten eines Anschlussdrahtes an Federkontaktstifte der Produktfamilie UEBK (Kontaktleisten/Battery Probes) von uwe electronic – unabhängig von der konkreten Baureihe (z. B. UEBK-1xx, UEBK-2xx, UEBK-3xx, UEBK-4xx, UEBK-5xx). Ziel ist eine mechanisch und elektrisch einwandfreie Lötverbindung, ohne die im Kontaktstift befindliche Feder durch Wärmeeintrag zu schädigen (Verlust der Federkraft/Vorspannung durch Erweichen bzw. Ausglühen des Federwerkstoffs).


Produktübersicht UEBK-Familie

Produktfamilie UEBK-Federkontaktstifte / Kontaktleisten (uwe electronic)
Rastermaß je nach Baureihe ca. 2,54 mm bis 7,00 mm
Kontaktdurchmesser je nach Baureihe ca. 1,57 mm bis 2,10 mm
Polzahl 2- bis 6-polig, je nach Kontaktleiste
Nennstrom baureihenabhängig, z. B. bis ca. 6,0 A
Anschlussart Lötanschluss (Litze/Draht) am unteren Ende des Kontaktstifts

Hinweis: Rastermaß, Durchmesser, Nennstrom, Werkstoff- und Beschichtungsangaben unterscheiden sich je Baureihe. Die genauen Werte für Ihre konkrete Type entnehmen Sie bitte dem jeweiligen technischen Datenblatt auf www.uweelectronic.de bzw. sprechen Sie unser Technik-Team an, falls für Ihre Anwendung engere Toleranzen gelten.


Benötigtes Werkzeug und Material

  • Temperaturgeregelte Lötstation mit feiner (konischer/meißelförmiger) Lötspitze
  • Lötzinn (z. B. Sn60Pb40 bzw. bleifreies SAC-Lot gemäß Ihrer Anwendungsvorgabe) mit Flussmittelseele
  • Feinpinzette bzw. Krokodilklemme als Wärmesenke ("Heat-Sink")
  • Fixiervorrichtung / kleiner Schraubstock zur Halterung des Kontaktstifts
  • Abisolierzange, ggf. Schrumpfschlauch
  • Lupe oder Mikroskop zur Sichtkontrolle der Lötstelle

Wichtiger Hinweis zum Schutz der Feder

Die Feder im Inneren des Kontaktstifts darf sich beim Löten nur minimal erwärmen.

Der Lötkolben darf ausschließlich den unteren Anschlussbereich (Lötfahne/Litzenanschluss) des Kontaktstifts berühren – niemals das Gehäuse im Bereich des Plungers/der Feder.

Verwenden Sie zwischen Lötstelle und Federgehäuse eine Wärmesenke (Pinzette/Klemme), um den Wärmefluss in Richtung Feder zu unterbrechen.

Löten Sie so kurz wie möglich (siehe Temperaturangabe unten) und vermeiden Sie mehrfaches Nachlöten an derselben Stelle.


Löttemperatur

Empfohlene Löttemperatur (manuelles Löten)

≈ 350 °C Spitzentemperatur am Lötkolben

Nur kurze Berührung (max. 2–3 Sekunden) des Anschlussbereichs am Kontaktstift – niemals dauerhafter Kontakt.


Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Kontaktstift in der Fixiervorrichtung so einspannen, dass ausschließlich der Anschlussbereich frei zugänglich ist und Sie nicht versehentlich Druck auf den Plunger/die Feder ausüben.
  2. Anschlussdraht ca. 2–3 mm abisolieren und die Litze vorverzinnen ("Vortinnen") – dies geschieht getrennt vom Kontaktstift, um die spätere Lötzeit am Bauteil zu minimieren.
  3. Feinpinzette oder Krokodilklemme als Wärmesenke zwischen Lötstelle und Federgehäuse ansetzen.
  4. Lötkolben auf ca. 350 °C Spitzentemperatur einstellen und die Spitze mit einem kleinen Tropfen frischen Lots benetzen, um einen guten thermischen Kontakt sicherzustellen.
  5. Lötspitze nur kurz (max. 2–3 Sekunden) an den Anschlussbereich (Lötfahne) des Kontaktstifts anlegen, gleichzeitig vorverzinnten Draht positionieren und etwas Lot zugeben, bis die Verbindung sauber verläuft.
  6. Lötkolben sofort entfernen, sobald das Lot glänzend verlaufen ist – nicht nachwärmen oder mehrfach berühren.
  7. Lötstelle ungestört abkühlen lassen; Draht und Kontaktstift währenddessen nicht bewegen.
  8. Sichtprüfung: glänzende, glatte Lötstelle ohne "kalte" (mattgraue, poröse) Lötstelle, keine Verfärbung oder Verformung am Federgehäuse.
  9. Funktionsprüfung: Federweg und Rückstellkraft des Kontaktstifts (bzw. aller Stifte einer Kontaktleiste) nach dem Abkühlen manuell prüfen, um sicherzustellen, dass die Feder unbeeinflusst ist.
  10. Bei Bedarf Zugentlastung (z. B. Schrumpfschlauch) über der Lötstelle anbringen.

Qualitätskontrolle

  • Lötstelle glänzend, konkav ausgeformt, vollständig benetzt
  • Kein sichtbarer Hitzeschaden (Verfärbung, Verformung) am Federgehäuse
  • Federweg lässt sich leichtgängig und ohne Hakeln betätigen
  • Mechanische Zugprobe am Draht ohne Ablösen der Lötstelle

Zusammenfassung

Löttemperatur: ca. 350 °C am Lötkolben, Kontaktzeit am Anschlussbereich des UEBK-Kontaktstifts auf 2–3 Sekunden begrenzen – unabhängig von der jeweiligen Baureihe. Wärmesenke zwischen Lötstelle und Feder verwenden, Draht vorverzinnen, um die Lötzeit am Bauteil zu minimieren, und nach dem Löten stets die Federfunktion prüfen.

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