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Die neue Generation der Peltierelemente mit hochreinem Halbleitermaterial ermöglichen höhere Temperaturunterschiede zwischen den beiden Keramikseiten. Die meisten einstufigen Peltierelemente erreichen max. Werte zwischen 67-72 Kelvin. Die neuen Module erreichen aufgrund der hochwertigeren Materialien Differenzwerte von bis zu 78 Kelvin. Die Messung dieses Werts beruht dabei auf der Norm, bei der diese Messung bei einer Temperatur der Heißseite von 27°C bzw. 300 Kelvin zu erfolgen hat.

Als Resultat erhält man hocheffiziente Peltiermodule, für die zur Erreichung der gleichen Kühlleistung weniger elektrische Arbeitsenergie eingesetzt werden muss. Folglich ergibt sich auch weniger Abwärme auf der Warmseite und der Kühlkörper kann im Aufbau etwas kleiner konstruiert werden.

Die Peltierelemente der neuen Generation sind zudem nur auf einer Seite gelötet, wodurch sich diese Module auch für typische Cycler-Anwendungen eignen.

Analysegeräte wie Thermocycler führen sehr schnelle Aufheiz- und Abkühlphasen durch. Es werden dabei sehr häufig Temperaturintervalle zwischen 10 und 70°C mit einer Geschwindigkeit von bis zu 8 K/sec angefahren. Aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der eingesetzten Materialien entstehen dabei im Inneren der Module Thermospannungen.

Ohne diese technische Optimierungsmaßnahme führen solch harsche Bedingungen bei Standard-Peltiermodulen schon bei weniger als 10.000 Zyklen zu Leistungsabfall und Ausfallerscheinungen. Mit Hilfe dieser Optimierung wird die Forderung der Anwender nach einer Lebensdauer von mind.  100.000 Zyklen auch mit der oben beschriebenen Temperaturdynamik erfüllt.

Ausführung

Versiegelung
mit Silikon

Versiegelung
mit Epoxy

Beklebung
mit Graphitfolie

Bedruckung mit Wärmeleitpaste
"phase change material"

Kodierung S E G PCM

Ferner bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer Kabelkonfektionierung bzw. Längenanpassung der Anschlusskabel.
Die Standardkabellänge ist je nach Peltierelementetyp 120mm bzw. 133mm.
Nach Kundenwunsch und Vorgabe der Bestellbezeichnung des Steckerherstellers können die Kabel auch konfektioniert werden.

Bestellbeispiele:
UEPT-140-127-086E120S - Peltierelement mit Silikon Versiegelung
UEPT-140-127-086E120E-PCM - Peltierelement mit Epoxy Versiegelung und PCM Bedruckung
UEPT-130-071-061E120-120 - Peltierelement mit Kabellänge 120mm

Verfügbar, aber nicht ab Lager (MOQ: 15 Stück, Lieferzeit > 6 Wochen)
Ab Lager

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Peltier Warmseite / Kaltseite
Die Type 2 (T2) Peltierelemente verfügen über einen Absatz, welchen eine genauere Wärmeverteilung ermöglicht. Deshalb ist die Abmessung L2 etwas länger als L1.

Imax: Maximaler Eingangsstrom in Ampere bei Qc=0 und ΔTmax
Vmax: Maximale DC Eingangsspannung in Volt bei Qc=0 und ΔTmax
ΔTmax: Maximaler Temperaturunterschied in °C bei Qc=0 und Imax
Qcmax: Maximale Wärmepumpleistung in Watt bei Imax und ΔT=0
T hot: Temperatur der warmen Seite vom Peltierelement in Betrieb

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uwe electronic bietet kundenspezifische Änderungen für Peltierelemente an: Größe, Form, Substrate oder Metallisierung. Bitte kontaktieren Sie uns mit Ihren Design Anforderungen.


Ein paar Beispiele von Sondertypen:

Der Peltiereffekt ist neben dem Seebeckeffekt und dem Thomsoneffekt einer der drei thermoelektrischen Effekte. Wird einem Kreis, der aus zwei Materialien mit verschiedenen Niveaus in der thermoelektrischen Spannungsreihe besteht, ein Strom eingeprägt, dann kühlt sich eine Verbindungsstelle ab, die andere Verbindungsstelle erwärmt sich.

Wärmeenergie wird also von der einen zur anderen Verbindungsstelle transportiert. Die Menge der transportierten Wärme ist abhängig von der Anzahl der Elektronen, welche die Kontaktstelle durchfließen. Jedes Elektron kann eine bestimmte Wärmemenge absorbieren und emittieren.

Die stromdurchflossenen Leiter haben einen Widerstand, wodurch die Joule-Erwärmung auftritt. Die Wärme entsteht zu gleichen Teilen auf der warmen und der kalten Seite. Für Kühlzwecke ist diese Eigenerwärmung unerwünscht. Es sind also Materialien mit hoher elektrischer Leitfähigkeit, niedriger Wärmeleitfähigkeit und hoher thermoelektrischer Potentialdifferenz interessant. Allerdings besitzen die meisten guten elektrischen Leiter auch eine hohe Wärmeleitfähigkeit (und umgekehrt). Dotierte Halbleiter bilden den besten Kompromiss.

Ein technisches Peltier-Element besteht aus elektrisch seriell geschalteten p- und n-Leitern. In n-Halbleitern wird die Wärme durch Elektronen transportiert. Der Halbleiter ist zwischen zwei Metallplatten montiert. Der Energiehaushalt ist durch die Höhenunterschiede und die Grenzen der Energiebänder dargestellt. Um den Halbleiter zu erreichen, müssen die Elektronen die Energiedifferenz zwischen Leitungsband und Fermi-Niveau überwinden. Die Elektronen werden von der Spannungsquelle zu einem höheren Potential gestoßen. Dabei absorbieren sie Wärme aus der Metallmatrix, respektive der Umgebung. Der Stromkreis ist geschlossen. Die energiereichen Elektronen transportieren die Wärme durch das Leitungsband des Halbleiters. An dem anderen Metallstück herrscht keine Energiebarriere.

Die Elektronen können sich wieder in ihren energetisch günstigsten Zustand begeben, und emittieren dazu die absorbierte Wärme. Der Wärmetransport findet entgegengesetzt zur Stromrichtung statt.


Wärmetransport

Wärmetransport

Material A ist ein Metall ; Material B ist ein dotierter Halbleiter



Damit der Halbleiter leitfähig wird, muß eine ausreichende Anzahl von Defektelektronen im Valenzband vorhanden sein. Die Spannungsquelle stößt die Löcher auf ein höheres Energieniveau (in der obigen Abbildung steigt für positive Löcher das Energieniveau in Richtung Valenzband). Dazu ist die Energiedifferenz zwischen dem Fermi-Niveau und dem Valenzband notwendig. Dies ist mit der Absorbtion von Wärme verbunden. Die wärmetragenden Löcher treffen auf der rechten Seite auf das Metall in dem keine Energiebarriere vorhanden ist. Die Löcher nehmen ihren energetisch günstigsten Platz ein und geben die absorbierte Wärme wieder ab.

In der Praxis wird der Peltier-Effekt zum Kühlen, aber auch zum Heizen von Objekten genutzt. Zur mechanischen Befestigung der Struktur und zur elektrischen Isolation, werden die Metallplättchen oben und unten in eine Keramikplatte eingebettet, die eine relativ gute Wärmeleitfähigkeit besitzt. Wenn jetzt eine Spannung angelegt ist, wird in den p-Halbleitern Wärme in Stromrichtung und in den n-Halbleitern entgegengesetzt zur Stromrichtung transportiert. Kehrt sich der Stromfluß um, dann sind Warm- und Kaltseite ebenso vertauscht.

Gegenüber herkömmlichen Temperiereinheiten besteht der Vorteil von Peltier-Elementen in der direkten Umsetzung von elektrischer Energie in Wärme. Peltier-Elemente arbeiten vibrationsfrei, sind klein, können hohe Temperaturdifferenzen (Kaltseitentemperaturen bis -70°C) erreichen, und haben relativ gute Wirkungsgrade.

Peltierelemente – auch thermoelektrische Module oder TEC (Thermoelectric Cooler) genannt – sind kompakte, elektrisch betriebene Wärmepumpen. Ein Peltierelement transportiert Wärme gezielt von einer Modulseite auf die andere und ermöglicht so ein exakt regelbares Kühlen und Heizen auf kleinstem Bauraum. Der besondere Vorteil: Durch einfaches Umpolen der Anschlüsse lässt sich mit ein und demselben Peltiermodul sowohl kühlen als auch heizen – und das ganz ohne bewegliche Teile, Kältemittel oder Betriebsgeräusche.

Als erfahrener Distributor unterstützt uwe electronic Sie von der Auslegung bis zur Serienlieferung – mit einem sehr breiten Programm an Peltierelementen für nahezu jede Applikation.

Wie funktioniert ein Peltierelement? – Der Peltiereffekt

Ein Peltierelement basiert auf dem Peltiereffekt, der physikalischen Umkehrung des Seebeck-Effekts. Der Peltiereffekt beschreibt, dass durch einen Stromfluss in einem Halbleiter Wärme transportiert werden kann. Fließt Strom durch das thermoelektrische Modul, entsteht zwischen der Kaltseite und der Warmseite eine Temperaturdifferenz: Die eine Seite kühlt ab, während die aufgenommene sowie die elektrisch zugeführte Energie auf der anderen Seite als Wärme abgegeben und über einen Kühlkörper abgeführt werden muss.

Ein Peltierelement wirkt damit wie eine rein elektronisch angesteuerte Wärmepumpe – schnell, präzise und stufenlos regelbar.

Typische Einsatzgebiete für Peltierelemente

Thermoelektrische Module kommen überall dort zum Einsatz, wo Temperaturen präzise, kompakt und wartungsarm geregelt werden müssen:

  • Medizintechnik
  • Lasertechnik
  • Labor- und Analysetechnik
  • Gasanalysetechnik
  • Kondensation von Stoffen aus Gasströmungen
  • Automobiltechnik
  • Militär- und Sicherheitstechnik
  • Telekommunikation und Optoelektronik

Die Vorteile von Peltierelementen auf einen Blick

  • Exakte Regelung über den elektrischen Strom
  • Kühlen und Heizen in einem Modul durch Umpolen der Anschlüsse
  • Vibrationsfreier Betrieb ganz ohne bewegliche Teile
  • Lange Lebensdauer des thermoelektrischen Effekts (> 20 Jahre)
  • Geringe Einbaumaße und niedriges Gewicht
  • Keine Kältemittel oder Flüssigkeiten wie bei klassischen Kälteaggregaten
  • Geräuschloser Betrieb

Peltierelemente von uwe electronic – das passende Modul für jede Anwendung

Im Bereich der Peltierelemente verfügt uwe electronic über ein sehr großes Programm, mit dem sich vielfältige Applikationen abdecken lassen – von der lagerhaltigen Standardlösung bis zum kundenspezifischen Sondermodul:

Ergänzend erhalten Sie passende Temperaturregler, Kühlkörper und thermische Interface-Materialien für ein abgestimmtes Gesamtsystem.

Häufige Fragen zu Peltierelementen (FAQ)

Was ist ein Peltierelement?
Ein Peltierelement ist ein thermoelektrisches Modul (TEC), das mithilfe des Peltiereffekts elektrische Energie nutzt, um Wärme von einer Seite auf die andere zu pumpen – und so gezielt kühlt oder heizt.

Kann ein Peltierelement heizen und kühlen?
Ja. Durch Umpolen der Stromrichtung wechselt das Peltiermodul zwischen Kühl- und Heizbetrieb, ohne dass zusätzliche Komponenten nötig sind.

Welche Temperaturdifferenz erreicht ein Peltierelement?
Standardmodule erreichen unter Vakuum bei 27 °C Umgebungstemperatur eine maximale Temperaturdifferenz von rund 70 K. Mehrstufige Kaskaden erreichen bis zu ca. 120 K.

Wie lange hält ein Peltierelement?
Bei korrekter Auslegung und guter Wärmeabfuhr auf der Warmseite ist der thermoelektrische Effekt über 20 Jahre stabil.

Die 30 goldenen Regeln der Peltiertechnologie

Diese Praxisregeln helfen Ihnen, Kühlleistung, Effizienz und Lebensdauer Ihres Peltierelements optimal auszulegen:

  1. Die Anzahl der Halbleiterpaare und die Packungsdichte im Peltierelement bestimmen die Baugröße des Moduls.
  2. Über jedem Halbleiterpaar fallen ca. 0,12 V ab. Eine hohe Anzahl an Halbleiterpaaren ergibt daher eine höhere Versorgungsspannung und senkt den benötigten Strom.
  3. Hohe Ströme verkürzen die Lebensdauer, da sie Mikrorisse im Halbleitermaterial mit der Zeit vergrößern.
  4. Hohe Ströme erhöhen die thermische Eigenerwärmung (Joule’sche Wärme) und senken damit die Effizienz.
  5. Das Verhältnis von Kühlleistung zu eingesetztem Strom nähert sich exponentiell dem Maximalwert an. Für die letzten rund 30 % der maximalen Kühlleistung wird daher unverhältnismäßig viel elektrische Energie benötigt.
  6. Die Wärmeabgabe auf der Warmseite ist die Summe aus Kühlleistung und eingesetzter elektrischer Leistung.
  7. Die Effizienz (COP) eines Peltierelements ist das Verhältnis von Wärmepumpleistung zu eingesetzter elektrischer Energie.
  8. Besonders hohe Effizienz erreichen Sie im Betrieb unterhalb von ca. 50 % des maximalen Strom- bzw. Spannungswerts.
  9. Die maximale Kühlleistung Qc wird bei einer Temperaturdifferenz von 0 K, maximalem Strom/Spannung und 300 K (27 °C) Umgebungstemperatur angegeben. Die reale Kühlleistung ist geringer und lässt sich über ein Leistungsdiagramm abschätzen.
  10. Standardmodule erreichen unter Vakuum bei 300 K (27 °C) eine maximale Temperaturdifferenz von ca. 70 K.
  11. Hochwertige Module erreichen über 72 K, während Low-Cost-Module oft nur knapp über 60 K erreichen.
  12. Sondermodule wie mehrstufige Kaskaden erzeugen bis zu 120 K Temperaturdifferenz – bei geringerer Wärmepumpleistung und höherem Preis.
  13. Eine gute Wärmeabgabe auf der Warmseite verbessert Kühlleistung, Effizienz und maximales ΔT.
  14. Die Wärmeabgabe an die Umgebung hängt vom Kühlkörper ab: Mehr Wirkfläche (Größe und Anzahl der Finnen) verringert den thermischen Widerstand.
  15. Große Lüfter mit hohem Luftdurchsatz senken den thermischen Widerstand des Kühlkörpers.
  16. Frontales Anblasen des Kühlkörpers ist am effektivsten, da die größte Wärme am Boden des Kühlkörpers anliegt.
  17. Flüssigkeitskühlkörper bieten meist bessere thermische Eigenschaften, sind aber deutlich kostenintensiver.
  18. Zwischen Peltierelement und Wärmesenke (Kühlkörper) sollte ein gutes thermisches Interface- Material (Wärmeleitpad, -folie, -paste oder -kleber) den Übergangswiderstand geringhalten.
  19. Eine dünne Schicht Wärmeleitpaste erzielt einen sehr guten Wärmeübergang, da sie sich mikroskopischen Unebenheiten und Riefen optimal anpasst.
  20. PCM (Phase Change Materials) haben einen besonders hohen Füllfaktor, benetzen die Oberfläche noch besser als normale Wärmeleitpaste und trocknen nicht aus.
  21. Hoher Anpressdruck verbessert den Übergangswiderstand ebenfalls – bei der Montage jedoch unbedingt Scherkräfte am Peltierelement vermeiden.
  22. Je nach Peltiermodul sollte der Flächendruck zwischen 3 und 8 kg/cm2 liegen.
  23. Nur kleine Module bis max. 12 × 12 mm lassen sich optional metallisieren und im Fertigungsprozess direkt auf den Kühlkörper löten.
  24. Die kurzfristige Einsatztemperatur sollte stets 20–30 °C unter der Schmelztemperatur des Lots (139 °C, 183 °C bzw. 232 °C) liegen.
  25. Ein Dauerbetrieb über 120 °C führt zur Diffusion von Kupfer in das Halbleitermaterial und damit zu Leistungsverlust (Alterung).
  26. Versiegeln Sie Peltierelemente nur bei Bedarf zum Kondensationsschutz, da durch Wärmerückkopplung ca. 4 % Leistungsverlust entsteht.
  27. Eine Silikonversiegelung eignet sich, wenn sich das Modul flexibel an häufige Temperaturwechsel anpassen muss.
  28. Eine Epoxidversiegelung gast nicht aus, ist aber spröder und für Temperaturen > 80 °C sowie häufige Temperaturwechsel ungeeignet.
  29. Häufige, große Temperaturwechsel erzeugen Thermospannungen (durch unterschiedliche Längenausdehnung der Materialien) und verkürzen die Lebensdauer.
  30. Eine analoge Regelung sowie kurzes Pulsen belasten Peltierelemente mechanisch deutlich weniger als eine einfache Zwei-Punkt-Regelung.

Beratung und Auslegung

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